Osterfeierlichkeiten

Das Osterfest ist eines der faszinierensten Feste die unsere Gesellschaft im moment feiert. Natürlich geht es wie bei jedem anderen Fest darum, dass Kinder Geschenke bekommen, dies mal anders, sie müssen die Geschenke zuerst finden. Der Osterhase hat Sie versteckt in anderen Kulturen oder anderen Ländern durften andere Tiere diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen. Konkret weiß ich leider auch nur vom Beispiel Australien.

Das faszinierende am Osterbrauch ist jedoch keineswegs die Tatsache, dass die Geschenke von einem Tier überbracht werden. Mich fasziniert an diesem Brauch, die Vielfältigkeit des Feierns in Österreich. Da gibts den Brauch der Ratsche, da gibts den Brauch des Osterfeuers, das Nesterl Suchen, den Gründonnerstag, die Fastenzeit, die Fleischweihe…

Das Fest präsentiert sich in einer wesentlich umfangreicheren Form als Weihnachten und ist dadurch schwieriger durch das Kapital zu bändigen bzw. zu geißeln. Weihnachten gilt als das Familienfest, ist meist mit Stress usw. verbunden, in meinen Augen ist Ostern wohl eher das Freundschaftliche-Familiäre Fest. Bei der Fleischweihe und beim Osterfeuer treffen nicht nur Familien sondern auch Nachbarn und Freunde zusammen, tratschen und das in der angenehmen Atmosphäre eines Feuers. Das Feuer findet Abends statt, Samstags und hält somit die Möglichkeit für die meisten bis zum kalten Ende zu bleiben.

Aber die Kapitalisierung des Osterfestes findet natürlich auch statt, der Osterhase ersetzt den Weihnachtsmann und posiert mit Kindern im Osterei. Kunsthandwerker verkaufen ihre Produkte, ähnlich wie zu Weihnachten und trotzdem, das Osterfest wird sich wohl nie derartig vergewaltigen lassen wie das Weihnachtsfest. Ostern zu feiern halte ich für durchaus legitim, Weihnachten dagegen weniger.

Ich wünsche allen ein Frohes Osterfest und ein schönes Osterfeuer.

Osterkonzert der Marktmusik Sinabelkirchen 2010

Diesjähriges Thema war: “Arabische Nächte”. Klingt soweit verlockend, in Anbetracht der Tatsache, dass das alte Europa und seine BürgerInnen wohl mittel oder langfristig wohl kaum um die Thematik des Orients herum kommen werden, da die Welt sich immer weiter internationalisiert und somit jeder mit jedem in Kontakt treten kann und wird.

Die Eröffnung dieser Thematik wirkte auf mich ein wenig rassistisch, ein “Rosenverkäufer” störte die Zeremonie des Osterkonzerts und wollte mit schlechtem Deutsch Rosen verkaufen. Es wurde stark auf dem Stereotypen des Rosenverkäufers herumgeritten, aber die Überleitung in “seine Heimat” wurde dadurch bewerkstelligt.

Musikalisch kann ich ein Marktmusikkonzert schwer beurteilen. Zu viele Bläser, zu wenig Gitarren. Meine Kritik kann daher nur aus dem Bauch heraus passieren. Und vom Bauchgefühl her muss ich sagen war ich wohl eher nicht positiv überrascht. Eine Nummer, die Pyramiden von Cheops lies mich allerdings zum Programmheft greifen, aus Begeisterung.

Von vielen Konzertbesuchern wird jedes Jahr aufs neue kritisiert, dass die Musik in den Hintergrund tritt und das Theater immer vordergründiger wird. Ich finde das gar nicht schlecht. Ein Osterkonzert, auf dem “nur” musiziert wird und durch die Musik eine Geschichte erzählt wird kann ich mir auch von anderen Marktmusikkapellen vorspielen lassen. Aber keine schafft es wie die von Sinabelkirchen, an zwei Abenden die “Siniwöda-Halle” zu füllen. Gestern legitimierte speziell die erhöhte Anwesenheit von Familien mit Kleinkindern das Theaterstück, das den Abend umspannte. Die Marktmusikkapelle Sinabelkirchen schafft es so bereits dem Publikum mit 1-3 Jahren einen Zugang zur Marktmusik zu gewinnen und wird sich daher wohl nie um Nachwuchs sorgen müssen.

Zusammengefasst, wieder ein Gelungenes Ostermusical der Musikkapelle Sinabelkirchen, Gratulation an alle Beteiligten, freue mich schon auf 2011, Piraten wäre noch ein Thema das ihr bisher nicht hattet ;-)

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.