TrackVillage – Neue Phrasen

Geschrieben vor Monaten, es nicht gewagt zu veröffentlichen, gehindert durch die Angst jemandem ans Bein zu pinkeln. Nach mehreren Monaten und einem erfolgreichen Selbstversuch, wage ich nun den Schritt es der Welt an den Kopf zu werfen.

Nein, ich habe keinen Bock mehr auf, du krall zuwa, Smalltalk, oberflächlichen, böse Blicke ernten, warten, bis ich mich frustriert aus dem Dschungel der Lügen zurückziehen darf, keinen Spaß zu haben, mit nirgendwem, irgendwen nach hause kutschieren, in dem Wissen niemals eine Gegenleistung erwarten zu können, geschweige denn sie zu erhalten, noch mehr Smalltalk, mit irgendwem für einige Minuten das Lokal verlassen, dieses und jenes machen, unbegeistert, sitzen und fadisieren, langweilen bis hin zu blöd drein schauen. Noch nen Eistee bestellen damit ich mir einer Beschäftigung, dem trinken widmen kann. Mit irgendwem auf beste Freunde machen, dessen Nachnamen und Kontaktdaten mir zur Gänze unbekannt sind. Künstlich den Eindruck zu erwecken, als würde mich das Schauspiel amüsieren.

Erinnert mich an Trainspotting, wie so vieles, Mark Renton verabschiedet sich von dem Leben das er hatte um ein neues zu beginnen. Hoffnungsvoll und doch Hoffnungslos und triste. Ich denke die wenigen Personen, denen diese Zeilen nicht gewidmet sind wissen wer sie sind.

Wers nicht im Kopf hat…

…hats in den Füßen. War eine Redewendung die früher vielleicht mal aktuell war. Ich habs offensichtlich nicht im Kopf, mein virtueller Server ist aufgrund eines Hardwaredefekts des echten Servers vernichtet worden und ich hatte keinerlei Backup erstellt, obwohl sich das Problem bereits seit Jänner/Dezember abzeichnete. Aber in den Füßen/Beinen hab ichs deswegen wohl nicht. Ich musste mich ja nicht bewegen, um meine Daten wieder herzustellen, Moment, das wird wohl nicht möglich sein.

Aber was is meine Konsequenz die ich zu tragen habe, dafür dass ich so dumm war meinen Server nicht zu backupen? Stundenlang wieder den Server aufsetzen, dann das CMS installieren und dann, dann irgend woher die Inhalte wieder herstellen. Der erste Teil konnte innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Für Schritt zwei mangelt es leider an Motivation, weil dieser Schritt zwar in kürzerer Zeit noch zu absolvieren wäre, aber dann der letzte Schritt unmittelbar bevor stünde. Entweder eine Datenbank ins Joomla einspielen die über ein halbes Jahr alt ist und dann irgendwas daraus machen, oder “alles neu”.

Die Entscheidung war dann kurzfristig mal auf WordPress.com umzusteigen und vielleicht mittelfristig oder sogar langfristig dabei zu bleiben. Denn es hat sich mal wieder bewiesen, dass Daten die irgendwo abgelegt sind, wo man selbst nicht verantwortlich ist höhere Haltbarkeit haben als Daten die irgendwo gespeichert sind wo man selbst verantwortlich ist.

Meine Google Docs sind unbeschädigt, meine Twitter Einträge sind alle da, meine Facebook einträge sind alle da, meine Videos auf Youtube sind alle da, weg ist nur was auf meinem privaten Server war. Angenommen ich hätte auch meinen Mailexchange über meinen Server abgewickelt, alle Mails wären weg, Gott sei dank macht das Google für mich.

Je unsicherer man Daten abspeichert, umso mehr Menschen haben darauf gewollten oder ungewollten Zugriff und umso leichter ist es sie wieder her zu stellen. Und so schlimm es klingt, eine Kranke wie Google werden unsere Daten immer am besten sichern, positiv oder nicht? Je größer das Unternehmen bei dem man seine Daten ablegt, umso wahrscheinlicher dass mindestens ein Backup gemacht wird, Image. Abschließend bleibt nur noch zu sagen “… hat dafür die Zeit.”

euer aljoscha

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