Dann bin ich wohl ein Linker

Wenn man um die Menschenrechte anzuerkennen bereits ein Linker sein muss, dann bin ich wohl ein Linker.

Wenn man einem Bettler gerne einen Teil von seinem “hart erarbeiteten” Geld abgibt bedeutet dass man ein Linker ist, dann bin ich wohl ein Linker.

Wenn das Anzweifeln der absurden Wohlstandsverteilung unserer Gesellschaft bedeutet dass man ein Linker ist, dann bin ich wohl ein Linker.

Wenn das nachdenken über den modernen Kolonialismus bedeutet dass ich ein Linker bin, dann bin ich wohl ein Linker.


Nicht Xenophob zu sein bedeutet man ist Links, dann bin ich wohl ein Linker.

Populisten nicht zu folgen bedeutet man ist Links, dann bin ich wohl ein Linker.

Persönliche Freiheiten zu lieben bedeutet man ist Links, dann bin ich wohl ein Linker.

Für den freien Zugang von Bildung einzutreten bedeutet man ist Links, dann bin ich wohl ein Linker.


Zivilcourage, einer Älteren Dame seinen Platz in der Straßenbahn anzubieten bedeutet ein Linker zu sein, dann bin ich wohl ein Linker.

Anhänger der staatlichen Hilfestellung für behinderte Menschen zu sein bedeutet ein Linker zu sein, dann bin ich wohl ein Linker.

Nationalsozialismus nicht als Meinung, sondern als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu sehen bedeutet ein Linker zu sein, dann bin ich wohl ein Linker.

Weltweites Konkurenz-Lohn-Dumping nicht gut zu heißen bedeutet ein Linker zu sein, dann bin ich wohl ein Linker.


Für Amnesty und Greenpeace spenden nur Linke, dann bin ich wohl ein Linker.

Für Medienfreiheit und Privatsphäre treten nur Linke ein, dann bin ich wohl ein Linker.

Integration sehen nur Linke nicht als Zwang, dann bin ich wohl ein Linker.

Vielfalt finden nur linke besser als Einfalt, dann bin ich wohl ein Linker und werde es wohl auch immer bleiben müssen.

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Menschen wie du sind schuld…

… dass ich in meinem Leben nicht so “erfolgreich” sein kann wie du es vielleicht bist. Wenn wir annehmen, dass alle Menschen nur mehr so handeln, dass sie dadurch keinen anderen Menschen ihre Freiheit rauben, oder ihrer Menschenrechte beschneiden, dann bräuchte ein Mensch wie ich mich nicht mehr darüber ärgern dass es solche Menschen gibt. Dann bräuchte ein Mensch wie ich nicht mehr darum kämpfen dass auch die letzten Exemplare dieser Art zur Vernunft gebracht werden.

In diesem Fall könnten sich nicht nur diese Menschen darauf konzentrieren ihre höchst privaten Ziele, meist die Anhäufung von perversem Wohlstand zu folgen, dann könnten auch Menschen wie ich ähnlichen Zielen folgen, der Anhäufung von Wissen, der Anhäufung von Fähigkeiten zur kreativen Ausübung, die empirische Weiterentwicklung… Aber leider bleibt das Menschen wie mir verwehrt, da wir uns primär darum kümmern müssen obigen Individuen ihre Grenzen aufzuzeigen, da sie sonst über noch mehr Leichen gingen und sich dafür auch noch bejubeln ließen.

Daraus wiederum können wir schlussfolgern, dass es derartigen Menschen nicht zusteht mein langsames Voranschreiten auf dem Weg des “Erfolgs” zu kritisieren, da es

a) nicht mein Anliegen ist ihnen nach zu eifern und

b) sie die Ursache sind, da sie durch ihr Verhalten mein Fortschreiten behindern.

Und, ich würde euch ja ziehen lassen, wenn nicht mein Gewissen mich plagen würde, und ich die Leichen derer die ihr für euren “Erfolg” aushungert, niedertretet, niederstecht, infiziert, deren heilung ihr verweigert, die ihr in Kriege führt, denen ihr Waffen verkauft, die ihr in Arbeitslagern zu Tode schindet vor mir wären und mich mahnen würden euch zu mahnen.

Daher, wenn jeder darauf achten würde dem anderen nicht das Fressi zu klauen, und jeder dem anderen helfen würde anstatt ihn zu treten, dann könnten wir alle unseren “Erfolgsweg” marschieren ohne über andere zu stolpern.

Der Mangel einer ausreichenden Differenzierung ist dem Autor bekannt.

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Der Sozialrevolutionär

Der Sozialrevolutionär, ein höchst eigenartiges Wesen, treibt seinen Schabernak in andrer Köpfe, andrer Ohrend und im weltweiten Internet.

Der Sozialrevolutionär, sollt er doch eigentlich, so möchte man doch fast meinen in linken Kreisen verkehren, doch schon seit jeher bewegt er sich dort wo das Büergertum verweilt. Bewegt sich bevorzugt durch alte, enge Gassen, weilt in Kaffee Häusern, stets rauchend.

Der Sozialrevolutionär, mag Menschen nur all zu sehr, mag Kinder, Babies und Erwachsene. Mag Linke, Rechte, Schwule, Studenten, Schüler und Arbeiter. Er liebt das gehobene wie auch das flache Gespräch, hört gerne zu und redet nur all zu gern.

Der Sozialrevolutionär, er liebt den Dialog, den Monolog beherrscht alle Sprachen, spricht jedes Thema.

Und trotzdem, manches mal ist er gern allein, liest und denkt dann lässt er das schnattern auch mal sein. Manchmal ist er allein.

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ÖBB Reisen

Nachdem ich die letzten Tage ca. 12h in Zügen der ÖBB verbracht habe, stell ich mir jetzt einige Fragen warum so manches so geändert wurde wie es geändert wurde.

Früher konnte ich bei jedem Abteil einen Vorhang vorziehen und mich dahinter einigermaßen “privat” fühlen, hatte dahinter einigermaßen hohen Komfort, das wurde ersetzt, bzw. die Vorhänge wurden entfernt. Schade drum!

Als ich im Kindesalter mit der ÖBB fuhr hatte ich die Möglichkeit das Fenster zu öffnen, man konnte die Belüftung eines Abteils selbst regulieren. Natürlich ist das bei einer Klimaanlage nicht optimal, aber ich könnte selbige beim öffnen des Fensters automatisch deaktivieren.

Als ich das letzte mal eine weitere Strecke fuhr, war ich noch Nichtraucher, da war es mir herzlich egal, dass es Wagons gab in denen man rauchen durfte, natürlich, ein wenig ekelhaft rochs da schon immer, aber ich konnte mich doch in einen nicht Raucher Wagon zurück ziehen. Eine 50/50 Aufteilung wäre natürlich komplett übertrieben, trotzdem hätte ich gerne bei einer Fahrtzeit von über 3 Stunden mal einen Zwischenstopp wo ich gemütlich eine Zigarette rauchen kann, oder aber auch die Möglichkeit eines Abteils oder eines Wagons für Raucher.

Aber die ÖBB  hat sich nicht nur zum schlechten gewandelt. Selbst in der 2. Klasse habe ich in jedem Abteil mittlerweile die Möglichkeit einen Laptop an zustecken, insgesamt kommen auf 6 Sitzplätze 2 Steckdosen! Laptop, Handy… Wer einen Verteilerstecker mit hat kann vermutlich auch einen StandPC aufbauen ;-)

Auch die von allen bemotzten Verspätungen der ÖBB muss ich leider bestätigen, zumindest teilweise und unter besonderen Umständen. Da ja der Flugverkehr ausgesetzt wurde musste die ÖBB einen großen Teil der Last an Fluggästen transportieren, was sich natürlich auf die Auslastung der Züge positiv bis “überpositiv” auswirkte. So musste ich zum Beispiel von Wien nach Linz einen Zug abwarten ehe ich ein Plätzchen in einem Zug fand, da ich terminlich nicht gebunden war lies ich wohl anderen den Vorteil den ersten Zug zu nehmen. Die Pünktlichkeit des nächsten Zugs war dafür hervorragend.

Einziges Manko. Scheinbar war die ÖBB wirklich überlastet durch das zusätzliche Aufkommen von Fahrgästen, der letzte Zug Wien-Graz sammelte auf der Strecke eine Verspätung von insgesamt ~40 Minuten, allerdings, wurde seitens Bundesbahnen darauf geachtet, dass sämtliche(!) Anschlusszüge auf den verspäteten Zug warteten!

Kurz, eine Reise mit der Bundesbahn ist immer wieder empfehlenswert, wenngleich es einige Verschlechterungen gab in den letzten 10-15 Jahren wurden auch Besserungen umgesetzt, allerdings, perfekt ist das Reisen mit der ÖBB noch nicht.

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Mal eben Danke sagen.

Wollte mal eben Danke sagen.

Meinen Freunden Danke sagen für ihre Zeit,

Danke für ihre aufbauenden Worte wenns mir mal scheiße ging,

Danke fürs runter holen wenn ich mal wieder über allen schwebte.

Danke dass ihr nach Jahren noch immer da seid,

Danke dass der größte Streit vergessen wird und nichtig wird.

Danke dass ihr mir eure Geschichten anvertraut, mich um Rat fragt,

Danke dass ihr euch meine Leiden anhört mir Ratschläge gebt.

Danke fürs lesen meiner Texte, danke fürs hören meiner Songs.

Danke meinen Eltern für die Geduld die sie mit mir hatten und noch immer haben,

Danke für die Hilfen durchs leben, danke für die Toleranz.

Danke fürs aufnehmen nach meinem flügge werden,

Danke fürs immer wieder in meinem Ding bekräftigen,

Danke für die Geduld die ihr mit mir habt.

Meinen Kollegen Danke sagen für die Hilfe, für die Infos,

dafür dass ihr mich akzeptiert wie ich bin,

dafür dass ihr mir Fehler zugesteht.

Danke all den Litaraten und Intellektuellen für die Bücher die ich les,

Danke allen Musikern für die Musik die bei mir den ganzen Tag so läuft,

Danke den Programmierern für die Software, danke dem W3C fürs Internet,

Danke an alle andren die jetzt noch nicht erwähnt sind,

Danke für die Zeit mit euch, danke für die Gespräche mit euch,

Danke für das was Ihr an positivem zu der Welt beigetragen habt.

Like This!

Veranstalltungen April 2010

Meine Terminvorschläge für dieses Monat. Ist zwar vermutlich mehr als man Teilnehmen kann, aber gewusst haben sollte man es damit man sich im Nachhinein ärgern kann.

3. April – 12. Oster Blues Night @Volkshaus Weiz

6. April – Filmvorstellung – Modern Times von Charlie Chaplin @KPÖ Bildungszentrum Graz

8. April – Gunkl @Orpheum Graz

9. und 10. April – Jazzfestival Steyr

14. April – Workshop – Krieg für Demokratie und Menschenrechte @KPÖ Bildungszentrum Graz

17. April – The Staggers Release Show @PPC Graz

17. April – Demonstration – Soziale Gerechtigkeit statt Rassistische Hetze – @Braunau

19. April – John Lee Hooker Junior @Rockhaus Salzburg

20. April – John Lee Hooker Junior @Wörgl VZ Komma Wörgl

22. April – Die Sterne @PPC Graz

23. April – Sir Oliver Mally @Kulturkeller Gleisdorf

25. April – Gentleman @Gasometer Wien

26. April – Maschek @Orpheum Graz

29. April – Bauchklang @PPC Graz

29. April – Ripoff Raskolikov @Cup&Cino Graz

Manches ist sogar Kostenfrei ;-)

youtube – piano chat

Angefangen hat es ja damit, dass ich eigentlich einen Artikel für meinen Weblog Eintrag für “Gesellschaftliche Aspekte der Informationstechnologie” zum Thema Privacy verfassen wollte und mich durch den Standard geklickt habe um ein aktuelles Thema zu finden. Natürlich schnell abgelenkt vom Artiekl über Albert Gonzalez der aber im Endefekt Inhaltslos war und nur auf einen wired.com Artikel verwies. Und da war es dann wohl so etwas ähnliches wie Werbung dem ich erlag. Am rechten Seitenrand ist ein Twitterfeed(?) von kpoulsen mit folgendem Zitat:

“YouTube boneheads delete Chatroulette piano guy for “terms of use violation.” You can still see it here. http://bit.ly/cd12c1

Wer kann da schon widerstehen? Zahlt sich übrigens aus!

Chatroulette Piano Improv – watch more funny videos

do foat di bim

Die Lichter ziehen an den Fenstern des Zuges vorbei, wie Gedanken im Bewusstsein der Menschen die sich darin befinden. Kurz blitzen sie auf, strahlen in ihrer ganzen Klarheit und Schönheit oder Widerwärtigkeit welche einander bis ins letzte Detail ähneln. Für einen Moment kann man sie klar erkennen, weiter über sie nach zu denken erscheint jedoch mehr als bloß Sinn frei zu sein, da sie einen winzig kleinen Augenblick später bereits in einer anderen Wirklichkeit sind. Weiter gesprungen, zum nächsten Fenster, zum nächsten Fahrgast, wieder in der alles umhüllenden Dunkelheit der Nacht verschwunden. Eine Kurzweiligkeit die ihresgleichen wohl schwer in dieser unserer Realität die von uns wahr genommen werden kann finden wird. Einen Gedanken weiter zu verfolgen, ihn weiter zu spinnen ist hoffnungslos, mit dem nächsten Licht wird er verdrängt und durch einen fremden vermutlich noch absurderen Gedanken ersetzt den weiter zu spinnen ähnlich unbefriedigend wie den vorangegangenen weiter zu denken.

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